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Die Momente, in denen ein S-Partner zuerst Signale sendet

Die S-Achse wird oft als passiv missverstanden. Tatsächlich sendet sie fortlaufend feine Signale

·2 Min. Lesezeit
#S-Typ#Signale lesen#Kommunikation
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Wer einen S-Partner einfach als „passiv" abtut, übersieht weite Teile der Beziehung. S sendet nicht keine Signale, sondern nur in einer anderen Sprache.

Fünf Signalsprachen von S

1. Der Winkel der Haltung

Der Moment, in dem dein S-Partner den Körper zu dir neigt oder die Beine leicht übereinanderschlägt — das ist das klarste Signal für „Du darfst anfangen". Während die D-Achse mit Worten signalisiert, tut S es mit der Haltung.

2. Die Länge des Blickkontakts

Ein Blick, der 0,5 Sekunden länger ist als sonst. Besonders wenn er dich in einer Gesprächspause stumm anschaut, ist das der Moment der Einladung. Reagier nicht mit „Was guckst du?" — diesen Blick zu empfangen ist die richtige Antwort.

3. Die „zufällige" Berührung der Hand

Beim Filmschauen streifen die Hände sich, beim Reichen der Tasse berühren sich die Finger. S nutzt oft den Weg, eine Erlaubnis unter dem Deckmantel des Zufalls zu öffnen.

4. Verzögerte Antworten

Wenn die Antwort auf eine Frage einen Takt zu spät kommt — dann ändert sich gerade die emotionale Richtung. Je schwieriger das Gefühl für eine sofortige Antwort ist, desto länger wird S' Schweigen. Stelle in diesem Moment keine zusätzliche Frage, sondern bleib mit ihm in diesem Schweigen.

5. Der Rhythmus der Atmung

Das subtilste Signal. Wenn der Atem tiefer wird und langsam ausgelassen wird, löst sich die Anspannung und S öffnet sich. Wird der Atem dagegen flacher, heißt das: Das Tempo ist gerade zu schnell.

Eine Sache, die D-Partner wissen sollten

„Warum sagst du nicht von dir aus etwas?" ist für S oft eine unmögliche Anforderung. S' Sprache ist von Natur aus nonverbal.

Diese Frage ist stattdessen wirksam:

„Darf ich jetzt?"

Auf diesen einen Satz kann S mit Ja, Nein oder „Gleich" antworten. Weil die Antwortlast niedrig ist, kommt eine ehrliche Antwort.

An den S-Partner

Deine Signale sind fein genug. Nur — wenn der andere D ist, hilft es der Beziehung enorm, eine verbale Ebene darüberzulegen.

„Komm zu mir rüber." „Heute machst du es."

Es braucht Zeit, bis man sich daran gewöhnt, aber mit einer einzigen Zeile wird dein Nonverbales viel genauer übertragen.